Segelurlaub Kroatien 2015

29.09.2015

Huhu,

diesen September ging es nach einer relativ stressigen Zeit wieder einmal nach Kroatien. Mit unserer 8 köpfigen Crew charterten wir dieses Jahr eine 6 Fuß längere Yacht, eine Bavaria Cruiser 51. Wie letztes Jahr auch, begann die Fahrt nach Kroatien 2.30 Uhr am Dresdner Tor.

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Canon EOS 7D (21mm, f/4.5, 1/160 sec, ISO800)

 

Kurz nach 16 Uhr erreichten wir den Hafen Punat auf der Insel Krk, wo alles recht schnell gehen musste, da ein Auslaufen gegen 17 Uhr geplant war. Ausgestiegen, Boot gesucht, Gepäck an den Liegeplatz gekarrt, Abnahme der Yacht, Boot beladen. – Dann wurde uns die schlechte Nachricht überbracht. Für die Nacht und den nächsten Morgen gab es für das Seegebiet eine Borawarnung, sodass wir nicht auslaufen wollten.

Eine Bora ist ein sehr starker, böiger Fallwind, welcher hauptsächlich an der Adria anzutreffen ist. Laut Wikipedia gehört er mit zu den stärksten der Welt und kann in einzelnen Böen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 250 km/h erreichen.

Auch für den Samstag war eine Warnung ausgerufen, weshalb wir den Tag damit verbrachten uns die zahlreichen anderen Yachten und Segelboot im Hafen anzusehen. Am Abend erhielten wir die ernüchternde Information von ein paar anlegenden Österreichern, dass es in dem Gebiet, welches wir anpeilten doch nicht so schlimm gekommen ist.

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Canon EOS 7D (10mm, f/8, 1/160 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (22mm, f/4.5, 1/25 sec, ISO800)

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Canon EOS 7D (10mm, f/8, 1/8 sec, ISO100)

 

Ein Grund mehr am nächsten Morgen frühzeitig auszulaufen. Um 8°° hieß es „Leinen loß“, denn wir hatten 35sm vor uns. Bei Sonnenschein und Windgeschwindigkeiten zwischen 3 und 5 segelten wir von Punat aus um die Nordspitze der Insel Cres herum und wieder gen Süden in Richtung Hafen von Cres. Im Norden der Insel befindet sich eine Schifffahrtsstraße, auf welcher uns ein unbeladenes Containerschiff entgegen kam. Diese Riesen sind klein am Horizont zu sehen, kommen aber mit sehr großer Geschwindigkeit entgegen, sodass wir uns entschlossen die 2sm um die Spitze herum zu motern. Anschließend holten wir erneut die Lappen raus und segelten in Richtung Süden.

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Canon EOS 7D (10mm, f/8, 1/800 sec, ISO100)

Eigentlich planten wir das Ankern in einer Bucht kurz vor dem Hafen, was allerdings nach mehreren Anläufen nicht funktionierte. Selbst 10m von der Küste entfernt ist das Wasser noch 20m tief und der Untergrund mehr oder weniger flach. Da unsere Ankerkette insgesamt nur 40m lang war, konnte nicht so viel auf dem Grund liegen bleiben, auch der Anker fand nichts zum verkeilen. Daraufhin viel die Entscheidung in den Hafen von Cres zu fahren und dort über die Nacht festzumachen.

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Canon EOS 7D (10mm, f/8, 5 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (14mm, f/8, 13 sec, ISO100)

Cres ist ein süßes kleines Städtchen mit einem kleinen Hafen für die Anwohner und einer Marina im südlichen Teil. Die Häuser stehen dicht an dicht, zwischen ihnen schlängeln sich schmale, Arm weite Gässchen. In einem Laden für Angelbedarf kauften Matti und ich uns improvisierte Angeln, in der Hoffnung später ein paar Fischen zu fangen.

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/160 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/1600 sec, ISO500)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/50 sec, ISO500)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/160 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (24mm, f/6.3, 1/10 sec, ISO400)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/400 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (62mm, f/8, 1/500 sec, ISO100)

 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Süden. Auf einem Werbeflyer erfuhren wir von begehbaren Höhlen an der Küste entlang unserer Route. Wir ankerten in der besagten Bucht und schwommen durch die besagten Höhlen. Eine Stunde später kippte ein Touristenschiff unzählige Besucher direkt vor diesen ab. Wir setzten daraufhin unsere Reise in Richtung Süden fort. Für die Nacht war Südwind angekündigt, weshalb wir die Bucht Radiboy auf der Insel Losinj anfuhren und in dieser festmachten.

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Canon EOS 7D (24mm, f/6.3, 1/320 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/125 sec, ISO500)

 

Am Tag darauf setzen wir als Ziel die Stadt Mali Losinj an. In diesem Hafen machten wir schon letztes Jahr fest, um in einem Stammrestaurant zu speisen. Auch dieses Jahr war dies der Plan. Unter Segeln kreuzten wir mehrfach auf und erreichten nach ~7h den besagten Hafen. Abends gab es Fischplatte mit Kartoffeln, Bier und Schnaps. Zu allem Überfluss begann es nachts an zu schütten, sodass uns der Kellner anbot uns mit seinem Wagen zum Hafen zu fahren. Nächstes Jahr werden wir definitiv wieder dort einkehren!

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Canon EOS 7D (12mm, f/8, 1/640 sec, ISO100)

 

Am darauf folgenden Tag setzten wir zur Rückreise an. Da die Windstärke in der Gegend von der Insel Rab zwischen 6 und 8 angesagt war, entschieden wir uns über den Hafen Cres nach Punat zu fahren. Die ersten Seemeilen segelten wir hart am Nordwind nach oben. Ab der Nordspitze der Insel Losinj holten wir das Segel aufgrund sehr starker Böen und hohem Wellengang ein, woraufhin 2 ungemütliche Stunden folgten. Gegen die Wellen anfahrend, fiel die Yacht teilweise in Wellentäler, sodass ordentlich Gischt über das Deck schoss. Als wir dann endlich die Landabdeckung erreichten wechselte ich meine komplett durchnässten Sachen. Auf der Westseite der Insel auf einem Felsen erblickten wir noch ein kleines Dorf mit einer Kirche.

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Canon EOS 7D (70mm, f/8, 1/250 sec, ISO100)

Nach weiteren ~1,5h im Hafen von Cres ein. Dabei riss der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein.

Ich verfolge schon seit längerem die Volvo Ocean Race und war richtig glücklich ein Rennsegler dieser in dem Hafen zu erspähen und aus der Nähe betrachten zu können.

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Canon EOS 7D (33mm, f/8, 1/125 sec, ISO100)

 

Der Freitag war unser letzter Tag, an dem wir die Yacht zurück nach Punat fahren mussten. Angekündigt waren Regen und Windstärken zwischen 2 und 3. Unter Segeln fuhren wir nordwärts, da wir die Insel Cres umfahren mussten. Auch schien es voraus zu regnen, da sich ein Regenbogen über der See aufspannte.

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Canon EOS 7D (52mm, f/8, 1/160 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (33mm, f/8, 1/200 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (61mm, f/8, 1/250 sec, ISO100)

Auf der gesamten Rückfahrt hat es nicht geregnet und wir konnten aufgrund des Windes einen Großteil der Strecke unter Segeln zurücklegen. Die folgenden Bilder habe ich hauptsächlich wegen der unterschiedlichen Wolkenformen am Himmel fotografiert.

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Canon EOS 7D (44mm, f/8, 1/320 sec, ISO100)

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Canon EOS 7D (70mm, f/8, 1/640 sec, ISO160)

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Canon EOS 7D (70mm, f/8, 1/800 sec, ISO160)

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Canon EOS 7D (53mm, f/8, 1/640 sec, ISO160)

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Canon EOS 7D (24mm, f/8, 1/800 sec, ISO160)

Dieses Jahr wehte insgesamt mehr Wind, sodass wir größten Teils aktiv segeln konnten. Auch kann ich wieder einmal betonen, dass es wiederholt ein super Urlaub mit einer super Crew war. Aufgrund der Ferne zu Deutschland und dem Weglegen des Handys, ist diese Art Aktivurlaub super entspannend. Da man tagsüber aktiv am Segeln teilnimmt, abends mit der Crew zusammensitzt, kommt man gar nicht dazu an andere Dinge zu denken und kann somit sehr gut abschalten.

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